Radio zu laut? Musikindustrie klagt!
Wann schieben halbwegs clevere Politiker diesem peinlichen Raubrittertum endlich einen Riegel vor???
Wie "DerStandard.at" am 9. 10. 2007 online berichtet, fordert die britische Verwertungsgesellschaft Performing Rights Society (PRS) € 290.000,- von der KFZ-Werkstatt-Kette "Kwik-Fit" wegen Verletzung des Urheberrechts und nicht gezahlter Abgaben.
Kwik-Fit-Mechaniker sollen ihre privaten Radiogeräte während der Arbeit in den Service-Centern in ganz England so laut aufgedreht haben, dass Kollegen und Kunden mithören konnten.
Kiwk-Fit bestreitet die Vorwürfe. Seit mittlerweile 10 Jahren soll der Gebrauch von privaten Radios am Arbeitsplatz verboten sein. Kwik-Fit fordert eine Abweisung der Klage.
Die britische Verwertungsgesellschaft war aber die letzten Jahre nicht untätig und hat seit 2005 Untersuchungen durchgeführt, in denen mehr als 250 Fälle gegen den Urheberrechtsschutz verstoßen haben.
Der zuständige Richter, wies die Klage nicht ab (!!!), und meinte, die Musik der Radios wäre so laut gewesen, dass es das Management nicht hätte überhören können.
Richter Lord Emslie will allerdings in seiner Entscheidung keiner Erfolgsgarantie für die PRS-Klage sehen. Meldet BBC Online!
Spoonys Meinung:
Ohne da jetzt der österreichischen und deutschen Verwertungsgesellschaft einen Floh ins Ohr zu setzen, hab ich hier jetzt doch eine Frage: Heisst das jetzt, dass wenn ich einen Klingelton auf mein Handy runtergeladen habe, darf ich ihn mir auch nur selbst anhören? Also muss ich, trotz des geladenen Klingeltons, das Handy auf lautlos schalten???
Liebe Musikindustrie! Ist es nicht herrlich jede noch so dem Menschenverstand entbehrende Klage durchziehen zu können und dafür nicht mal belangt zu werden? Was macht ihr mit dem Geld? Habt ihr die Heizungen Eurer Büros von Öl oder Gas auf Geldscheine umgestellt? Oder ist diese, leider legale, Beschaffungskriminalität deswegen nötig um noch mehr, noch bessere Anwälte bezahlen zu können?
Erst kürzlich habt Ihr eine 30-jährige, alleinerziehende Mutter zweier Kinder, wegen 24 Musikstücken in den Ruin getrieben! Ihr wollt für die 24 Musikstücke $ 220.000,- von Jammie Thomas (MySpace-Link).
Mehr Info hier:
http://derstandard.at/?id=3062148
und hier
http://derstandard.at/?url=/?id=3065763
Gut dass diese Frau jetzt in Berufung geht. Ich hoffe, sie wird durch noble Spender auf ihr PayPal-Spendenkonto unterstützt, um mit ihrem Anwalt mal ein paar Tritte in den Hintern in Richtung diverser Musikmanager auszuteilen.
Wie lange glaubt ihr noch, dass das gut geht? Stimmt!... Es geht solange gut, wie die Kassen der EU, der Länder und Eurer Aktionäre und vor allem Eurer Anwälte fleissig durch Euch aufgefüllt werden!...
Labels: england, EU, fit, Handy, Jammie, klage, klagen, klingelton, kwik, Mechaniker, Musik, musikindustrie, performing, Radio, Radiogeräte, Richter, rights, society, Thomas

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